Was müssen Ärzte bei Bewertungen durch Patienten beachten?

  1. Online-Reputations-Management

Seit über zehn Jahren gibt es in Deutschland Arztbewertungsportale. Der überwiegende Teil, wie z. B. Jameda und Sanego, ist kommerziell. Viele Patienten nutzen die Portale bei der Arztsuche. Denn immer mehr Menschen lassen sich von Bewertungen und Erfahrungsberichten im Internet leiten. Dabei werden diese nur von relativ wenigen Patienten eingestellt.

Sind die Bewertungen positiv, ist dies gut für das Renommee einer Arztpraxis. Schlechte Bewertungen können dem Ruf schaden. Manche Ärzte möchten daher ihr Profil lieber entfernen lassen. Doch Ärzte haben generell keinen Anspruch darauf, dass ihr Profil gelöscht wird. Auch wenn dieses gegen ihren Willen eingerichtet wurde. Bei Bewertungen von Patienten sollten Ärzte daher einiges beachten.

Wie erfolgt die Bewertung?

Meist ist eine Registrierung nötig, damit Patienten ihre Ärzte bewerten können. Die Angabe des Klarnamens ist aber nicht erforderlich, eine E-Mailadresse reicht aus. Die Bewertung erfolgt in der Regel anhand von kurzen Fragebögen. Sie wird in Form von Schulnoten, Sternen oder anderen Symbolen dargestellt.

Pflege des Profils

Für das Praxismarketing ist die Pflege des Profils auf wichtigen Arztbewertungsportalen zu empfehlen. Hierfür ist allerdings meist ein Nutzungsentgelt zu entrichten bzw. ein Premiumpaket zu buchen. Sie können dann Informationen über Ihre Praxis in ihrem Profil einpflegen, z. B. Homepage, Behandlungsspektrum, Öffnungszeiten, Kontaktdaten etc. Sie sollten auch den Bewertungsstatus regelmäßig überprüfen. Dann können Sie zeitnah auf eventuelle negative Bewertungen reagieren.

Positive Patientenstimmen einholen

Sie sollten versuchen, viele positive Bewertungen zu bekommen. Bitten Sie Ihre langjährigen Patienten oder Bekannten, die sich bei Ihnen in Behandlung befinden, um eine Bewertung auf den wichtigsten Portalen. So können Sie die Anzahl an guten Bewertungen erhöhen. Staude-Kunden können hierfür unser Online-Reputations-Management nutzen. Unser Team gestaltet Ihnen entsprechende Flyer oder Motivationsschreiben mit der Bitte um eine positive Bewertung, welche die Praxis verlassenden Patienten ausgehändigt werden.

Nutzungsrichtlinien beachten

Die Nutzungsrichtlinien der einzelnen Portale halten fest, welche Kriterien bei der Bewertung zu beachten sind. In der Regel ist dies folgendes: Sie dürfen sich nicht selbst bewerten. Aber auch Ihre Mitarbeiter sollten von einer Bewertung absehen, es sei denn, Sie haben sie tatsächlich behandelt. Es darf Sie auch sonst niemand Drittes bewerten, der nie bei Ihnen in Behandlung war. Darüber hinaus dürfen Sie auch keine geldwerten Leistungen als Gegenwert für eine positive Bewertung anbieten.

Umgang mit schlechten Bewertungen

Es kann vorkommen, dass ein unzufriedener Patient eine schlechte Bewertung im Portal einstellt. Das ist kein Beinbruch. Wenige schlechte Bewertungen unter zahlreichen guten sorgen für die Glaubwürdigkeit der Bewertungen insgesamt. Hilfreich ist es, auf die negative Bewertung zu antworten. Bleiben Sie freundlich, bedanken Sie sich für das Feedback und geloben Sie Besserung.

Löschung falscher Bewertungen

Sollten nachweislich falsche Tatsachen behauptet werden oder es handelt sich um Beleidigung oder Schmähkritik, kann man die Bewertung vom Portal löschen lassen. Sie oder ein von Ihnen beauftragter Anwalt müssen die Plattform davon zunächst in Kenntnis setzen. Sollte die Bewertung dann nicht gelöscht werden, können Sie den Löschungsanspruch auch gerichtlich durchsetzen.

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