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Apotheken

Mitarbeitergewinnung beginnt nicht mit einer Stellenanzeige

Meike Schulze

Erstellt von

Meike Schulze

Texterin für Gesundheitsmarketing und SEO

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Auf einem Laptop sind vier Menschen in medizinischer Arbeitskleidung auf einer Karriereseite einer Internetseite abgebildet.

Kurz erklärt: Mitarbeitergewinnung für Praxen und Apotheken

  • Erfolgreiche Mitarbeitergewinnung beginnt lange vor einer offenen Stelle.
  • Website, Karriereseite und Social Media prägen den Eindruck als Arbeitgeber.
  • Echte Einblicke in Team, Arbeitsalltag und Einarbeitung wirken glaubwürdiger als allgemeine Werbeversprechen.
  • Bewerbungswege sollten mobil, einfach und transparent gestaltet sein.
  • Kontinuierliches Personalmarketing erhöht die Sichtbarkeit und kann auch Initiativbewerbungen fördern.

Der Fachkräftemangel ist in Arztpraxen, Zahnarztpraxen und Apotheken längst im Alltag angekommen. Medizinische Fachangestellte, zahnmedizinische Fachangestellte, pharmazeutisch-technische Assistenten sowie weitere qualifizierte Mitarbeitende können heute häufig zwischen mehreren Arbeitgebern wählen.

Viele Praxen und Apotheken reagieren erst dann, wenn eine Stelle frei wird: Sie formulieren eine Anzeige, veröffentlichen sie auf einem Stellenportal und hoffen auf passende Bewerbungen. Doch erfolgreiche Mitarbeitergewinnung beginnt deutlich früher. Sie beginnt mit der Frage, wie ein Unternehmen als Arbeitgeber wahrgenommen wird, lange bevor jemand aktiv nach einem neuen Arbeitsplatz sucht.

Im Video erklärt unser Geschäftsführer Sascha Lemm, warum erfolgreiche Mitarbeitergewinnung nicht erst mit der Stellenanzeige beginnt und wie Praxen und Apotheken ihre Website und Social-Media-Kanäle nutzen können, um sich als attraktive Arbeitgeber zu präsentieren.

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Warum reicht die Stellenanzeige allein nicht mehr aus?

Eine Stellenanzeige kann Aufmerksamkeit erzeugen. Sie kann jedoch nicht innerhalb weniger Absätze nachholen, was zuvor versäumt wurde. Interessierte Bewerber informieren sich meist nicht nur über Aufgaben, Arbeitszeiten und Gehalt. Sie besuchen die Website, schauen sich das Team an, lesen Bewertungen und prüfen, welchen Eindruck die Praxis oder Apotheke insgesamt vermittelt. Auch ein Blick auf Social-Media-Kanäle wie Instagram und Facebook gehört für viele Interessierte inzwischen dazu.

Dabei entstehen schnell konkrete Fragen:

  • Wirkt das Team sympathisch?
  • Ist die Einrichtung modern?
  • Werden neue Mitarbeitende strukturiert eingearbeitet?
  • Gibt es Entwicklungsmöglichkeiten?
  • Wie verbindlich und wertschätzend wird kommuniziert?

Eine Bewerberin liest beispielsweise in der Stellenanzeige von einem „modernen Arbeitsplatz und einem familiären Team“. Auf der Website findet sie jedoch veraltete Bilder, keine Informationen über ihre zukünftigen Kollegen und keine Angaben zum Bewerbungsablauf. Die Versprechen aus der Anzeige verlieren dadurch an Glaubwürdigkeit.

Bleiben wichtige Fragen unbeantwortet, verliert selbst eine gut geschriebene Stellenanzeige an Wirkung. Besonders problematisch wird es, wenn die Anzeige ein modernes Arbeitsumfeld verspricht, die Website jedoch veraltet, unpersönlich oder technisch umständlich wirkt.

Warum sollten gute Fachkräfte gerade bei uns arbeiten?

Bevor eine Praxis oder Apotheke über Stellenportale, Social Media oder eine neue Karriereseite nachdenkt, sollte sie eine einfache Frage beantworten können: Warum sollte sich eine qualifizierte Fachkraft gerade für uns entscheiden?

Praxen und Apotheken sollten deshalb zunächst klären, was sie tatsächlich als Arbeitgeber auszeichnet. Dabei helfen zum Beispiel folgende Fragen:

  • Was schätzen bestehende Mitarbeitende besonders an ihrem Arbeitsplatz?
  • Wie werden neue Kolleginnen und Kollegen eingearbeitet?
  • Welche Arbeitszeitmodelle und Entwicklungsmöglichkeiten gibt es?
  • Wie werden Aufgaben und Verantwortlichkeiten im Team verteilt?
  • Welche Fortbildungen oder Zusatzqualifikationen werden unterstützt?
  • Wie geht die Leitung mit Belastungssituationen und persönlichen Anliegen um?

Aus diesen Antworten lässt sich ein Arbeitgeberprofil entwickeln, das konkret und unverwechselbar ist. Aussagen wie „angenehmes Betriebsklima“ oder „leistungsgerechte Vergütung“ finden sich in nahezu jeder Stellenanzeige.

Überzeugender sind konkrete Aussagen: Gibt es einen festen Einarbeitungsplan? Werden Dienstpläne mehrere Wochen im Voraus erstellt? Übernimmt die Praxis Fortbildungskosten? Gibt es regelmäßige Gespräche, in denen Mitarbeitende Probleme offen ansprechen können? Solche Informationen helfen Interessierten wesentlich mehr als allgemeine Werbeformulierungen.

Die Website ist häufig der erste Praxistest

Die Internetseite ist nicht nur für Patienten oder die Kundschaft wichtig. Sie ist zugleich eine zentrale Anlaufstelle für potenzielle Mitarbeitende. Eine eigene Karriereseite sollte daher nicht erst erstellt werden, wenn akut Personal fehlt.

Dort können Arbeitgeber dauerhaft zeigen, welche Berufsbilder gesucht werden, wie das Team arbeitet und was Bewerber erwartet. Sinnvoll sind Informationen zu Arbeitsbedingungen, Einarbeitung, Entwicklungsmöglichkeiten, Bewerbungsablauf und Ansprechpartnern. Auch Initiativbewerbungen sollten ausdrücklich ermöglicht werden.

Entscheidend ist, dass die Inhalte mobil gut lesbar sind. Viele Interessierte entdecken eine Stelle auf dem Smartphone und möchten sich ohne komplizierte Formulare informieren oder direkt Kontakt aufnehmen. Wer zunächst ein Benutzerkonto anlegen, zahlreiche Pflichtfelder ausfüllen und mehrere Dokumente hochladen muss, erzeugt unnötige Hürden.

Authentische Einblicke überzeugen stärker als Werbesprache

Bei der Wahl eines neuen Arbeitsplatzes sind es vor allem die Menschen, die den entscheidenden Eindruck hinterlassen. Deshalb sind echte Einblicke besonders wirkungsvoll. Professionelle Fotos des Teams, kurze Statements von Mitarbeitenden oder die Darstellung eines typischen Arbeitstages vermitteln ein deutlich besseres Gefühl für den Arbeitsplatz als austauschbare Stockbilder.

Solche Einblicke sollten nicht nur auf der Website stattfinden. Auch Instagram und Facebook eignen sich hervorragend, um das Team regelmäßig zu zeigen – zum Beispiel bei einem gemeinsamen Frühstück, einer Fortbildung, einem Betriebsausflug, einem Jubiläum oder im ganz normalen Arbeitsalltag. Kurze Videos, in denen Mitarbeitende selbst zu Wort kommen, können dabei besonders authentisch wirken.

Authentizität bedeutet dabei nicht, dass alles spontan oder unvorbereitet erscheinen muss. Inhalte dürfen hochwertig gestaltet sein. Sie sollten nur zur Realität passen. Ein freundliches Teamfoto, ein kurzer Einblick in die Einarbeitung oder die Vorstellung verschiedener Tätigkeitsbereiche kann bereits viel Vertrauen schaffen.

Gerade im Gesundheitswesen sind dabei Datenschutz und Persönlichkeitsrechte wichtig. Mitarbeitende sollten freiwillig mitwirken. Aufnahmen dürfen zudem keine sensiblen Informationen von Patienten oder Kunden zeigen.

Sichtbarkeit muss dauerhaft aufgebaut werden

Wer nur während einer akuten Personalsuche über sich als Arbeitgeber spricht, startet jedes Mal bei null. Besser ist eine kontinuierliche Kommunikation. Dazu können Teamvorstellungen, Fortbildungsberichte, Jubiläen, Einblicke in neue Arbeitsabläufe oder Beiträge über den Berufsalltag gehören.

Website, Instagram und Facebook können dabei sinnvoll zusammenspielen: Während die Website ausführliche Informationen zum Arbeitgeber und zu offenen Stellen bietet, vermitteln die Social-Media-Kanäle regelmäßig aktuelle und persönliche Einblicke in das Team und den Arbeitsalltag.

Solche Inhalte machen eine Praxis oder Apotheke über längere Zeit als Arbeitgeber sichtbar. Personen, die aktuell noch nicht wechseln möchten, können das Unternehmen bereits kennenlernen. Entsteht später ein Wechselwunsch, ist der Name vertraut und im besten Fall positiv besetzt.

Auch bestehende Mitarbeitende spielen eine wichtige Rolle. Wer gern im Unternehmen arbeitet, empfiehlt den Arbeitgeber häufig im persönlichen Umfeld weiter. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die interne Erfahrung mit der Außendarstellung übereinstimmt.

Der Bewerbungsprozess gehört zum Arbeitgeberauftritt

Mitarbeitergewinnung endet nicht mit dem Klick auf „Bewerben“. Jede Rückmeldung prägt den Eindruck des Unternehmens. Lange Wartezeiten, unklare Abläufe oder unpersönliche Standardantworten können gute Kandidaten abschrecken.

Ein überzeugender Prozess ist einfach, transparent und verbindlich. Ein zeitgemäßer Bewerbungsprozess sollte:

  • auch auf dem Smartphone problemlos funktionieren,
  • nur wenige notwendige Angaben abfragen,
  • eine formlose Kontaktaufnahme ermöglichen,
  • einen festen Ansprechpartner nennen,
  • den Eingang der Bewerbung zeitnah bestätigen,
  • die nächsten Schritte verständlich erklären,
  • möglichst schnell zu einer persönlichen Rückmeldung führen.

Bewerbende sollten wissen, welche Unterlagen benötigt werden, wann sie mit einer Antwort rechnen können und wie die nächsten Schritte aussehen. Bereits eine kurze Eingangsbestätigung und ein persönlicher Ansprechpartner schaffen Sicherheit.

Auch ein unkompliziertes Erstgespräch kann sinnvoll sein. Nicht jede interessierte Person möchte sofort eine vollständige Bewerbungsmappe versenden. Manchmal ist ein kurzes Telefonat oder eine formlose Kontaktaufnahme der bessere Einstieg.

Wie kann die Staude GmbH helfen?

Arztpraxen, Zahnarztpraxen und Apotheken, die dauerhaft zeigen, wofür sie als Arbeitgeber stehen, erhöhen ihre Chancen auf passende Bewerbungen. Gleichzeitig stärken sie die Bindung des bestehenden Teams. Die Staude GmbH unterstützt Unternehmen im Gesundheitswesen dabei, ihren Arbeitgeberauftritt digital sichtbar, glaubwürdig und benutzerfreundlich zu gestalten: von der modernen Praxis- oder Apothekenwebsite bis zur überzeugenden Karriereseite.

Meike Schulze

Über die Autorin

Meike Schulze

Texterin für Gesundheitsmarketing und SEO

Seit über 10 Jahren schreibe ich Fachartikel, Patienteninformationen und Marketinginhalte für Arztpraxen, Zahnärzte und Apotheken. Mein Schwerpunkt liegt auf verständlicher Gesundheitskommunikation, Praxismarketing und digitalen Themen im Gesundheitswesen.

Häufig gestellte Fragen zur Mitarbeitergewinnung

Was bedeutet Mitarbeitergewinnung?
Mitarbeitergewinnung umfasst alle Maßnahmen, mit denen ein Unternehmen potenzielle Beschäftigte auf sich aufmerksam macht, überzeugt und durch einen guten Bewerbungsprozess für sich gewinnt.
Warum reicht eine klassische Stellenanzeige häufig nicht aus?
Weil sich Interessierte vor einer Bewerbung ein umfassenderes Bild machen. Sie prüfen unter anderem die Website und Social-Media-Kanäle, den Teamauftritt, Arbeitgeberbewertungen, Arbeitsbedingungen und den Ablauf der Bewerbung.
Braucht eine Praxis oder Apotheke eine eigene Karriereseite?
Eine Karriereseite ist sehr empfehlenswert. Sie bündelt alle relevanten Informationen und kann auch unabhängig von aktuellen Stellenangeboten Initiativbewerbungen fördern.
Welche Inhalte gehören auf eine Karriereseite?
Wichtig sind Informationen über das Team, den Arbeitsalltag, die Einarbeitung, Arbeitszeiten, Entwicklungsmöglichkeiten, offene Stellen, Ansprechpartner und den Bewerbungsablauf.
Wie wichtig sind echte Teamfotos?
Echte, professionell erstellte Fotos erhöhen die Glaubwürdigkeit. Sie vermitteln einen realistischeren Eindruck als allgemeine Bilder aus Bilddatenbanken und schaffen persönliche Nähe.
Sollte man auch ohne offene Stelle Personalmarketing betreiben?
Ja. Praxen und Apotheken können auch ohne akuten Personalbedarf zeigen, wie sie arbeiten und was sie Beschäftigten bieten. So werden sie bereits wahrgenommen, bevor eine Stelle frei wird.
Welche Rolle spielt die mobile Darstellung?
Eine sehr große. Viele Bewerbende informieren sich über ihr Smartphone. Inhalte und Bewerbungswege sollten deshalb mobil schnell, verständlich und unkompliziert funktionieren.
Wie lässt sich der Bewerbungsprozess verbessern?
Durch wenige Pflichtangaben, klare Ansprechpartner, schnelle Rückmeldungen, transparente nächste Schritte und die Möglichkeit, zunächst unkompliziert Kontakt aufzunehmen.
Können bestehende Mitarbeitende bei der Personalgewinnung helfen?
Ja. Zufriedene Mitarbeitende sind besonders glaubwürdige Botschafter. Empfehlungen, Teamberichte oder freiwillige Statements können potenzielle Bewerber gut erreichen.
Wie unterstützt eine professionelle Website die Mitarbeitergewinnung?
Sie vermittelt einen modernen und vertrauenswürdigen ersten Eindruck, präsentiert den Arbeitgeber authentisch und führt Interessierte ohne unnötige Hürden zur Kontaktaufnahme oder Bewerbung.

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