Insektenbiss
Bei einem Insektenbiss handelt es sich um eine Verletzung der Haut durch den Einstich oder Biss eines Insekts. Es kommen zum Beispiel häufig Stiche von Mücken, Bienen, Wespen oder Stechfliegen vor. Auch Stiche oder Bisse von Läusen, Hornissen, Ameisen, Flöhen oder Milben sind nicht selten. Der Stich oder Biss dient den Insekten entweder zur Verteidigung, wie zum Beispiel bei den Bienen oder zur Ernährung, ein unbeliebter Blutsauger ist die Mücke. In den meisten Fällen ist ein solcher Insektenstich oder –biss harmlos. Es kommt meistens zu einer leichten Schwellung oder Quaddel und Rötung, häufig juckt die betroffene Stelle auch. Die Umgebung der Einstichstelle schwillt je nach Insektenart mehr oder weniger stark an. Ein Insektenstich kann allerdings gefährlich werden, wenn der Gestochene unter einer Allergie gegen Insektengifte, zum Beispiel von Bienen oder Wespen leidet. Es kann sogar schon durch einen Stich zu lebensbedrohlichen Reaktionen kommen. Es können auch Erreger von Infektionskrankheiten, zum Beispiel von Malaria, übertragen werden. Ein Stich in die Rachen- und Kehlkopfschleimhaut kann zum Anschwellen der Kehlkopfspalte und damit zu lebensbedrohlicher Atemnot führen. Allgemein kann eingebrachtes Gift sehr unterschiedliche Wirkungen entfalten, da individuelle Wirkung und der Ort des Einstiches eine große Rolle spielen. Es kommt allerdings kaum durch einen einzigen Bienenstich zu Todesfällen. Bei kleinen Kindern und geschwächten Personen kann ein direkter Stich in die Lymph- oder Blutbahnen des Kopfes lebensbedrohend sein. Allerdings können dreißig bis vierzig Bienenstiche auch bei einem Nichtallergiker schwere Krankheitsanzeichen auslösen, mehr als hundert Bienenstiche gelten als tödlich. Dasselbe gilt, sofern nicht eine Unverträglichkeit auf das entsprechende Gift besteht, auch für Wespen- oder Hornissenstiche. Eine besondere Gefährlichkeit von Hornissenstichen ist nicht nachgewiesen. Bei Vergiftungen mit Bienen-, Wespen- oder Hornissengift kann es auch zu Herz-Kreislauf-Störungen, Schwindelgefühl, Schweißausbrüchen, Kopfschmerzen oder Übelkeit kommen. In schlimmen Fällen können auch eine bläuliche Verfärbung des Gesichts, Erbrechen, Krämpfe und Lähmungen auftreten.
Vorbeugung
Sie sollten einige Maßnahmen berücksichtigen, um Insektenstiche zu vermeiden. Versuchen Sie vor allem nicht in Hektik zu geraten, wenn ein Insekt um Sie herumschwirrt. Wilde Abwehrbewegungen können dazu führen, dass das Tier sich bedroht fühlt und möglicherweise zusticht. Barfußlaufen auf Wiesen- oder Rasenflächen birgt neben dem schönen Erlebnis die Gefahr, auf ein stechendes Insekt zu treten. Bei sommerlichen Grillveranstaltungen oder bei einem Picknick, sollten Sie darauf achten, dass nicht ein stechendes Insekt in Ihren Mund gelangt. Decken Sie zum Beispiel Gläser besser mit einem Bierdeckel ab, wenn Sie im Freien Getränke genießen. Duftstoffe, wie Parfüm oder Schweißgeruch, wirkt anziehend auf Insekten. Wenn Sie sich in Gebieten aufhalten, die besonders von Stechmücken bevorzugt werden, empfiehlt sich die Verwendung von Moskitonetzen.
Eigenbehandlung
Bei einem harmlosen Insektenstich können Sie eine entsprechende Juckreiz stillende Salbe oder ein Gel aus Ihrer Apotheke auftragen. Ein möglicherweise vorhandener Stachel sollte behutsam entfernt werden, die betroffene Stelle kann auch mit einer alkoholischen Lösung betupft werden. Eine mögliche Schwellung kann mit kühlenden Umschlägen oder durch das Kühlen mit Eiswürfeln oder Kühlpackungen aus Ihrer Apotheke vermindert werden. Tonerde wirkt abschwellend und Juckreiz lindernd und auch Teebaumöl lindert den Juckreiz und wirkt antibakteriell. Sollten Sie im Freien nichts Derartiges zur Hand haben, kann auch Schlamm bis zu dessen Trocknung aufgelegt werden.
Wann sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen?
Sollten infolge eines Insektenstiches stärkere Symptome auftreten, sollten sie durch einen Arzt behandelt werden. Bei Stichen im Kopfbereich und bei Atemnot oder Vergiftungserscheinungen sollten Sie unbedingt sofort den Notarzt rufen! Insektengiftallergiker, die im schlimmsten Fall einen allergischen Schock erleiden können, sollten ein vom Arzt verordnetes Notfallset mit sich führen, mit dem sie sich selbst behandeln können, bis ärztliche Hilfe eintrifft. Das Gegenmittel sollte nach dem Stich sofort injiziert werden.